Die Schuhfabrikfirma Schantz wurde im September 1939 von Pirmasens nach Partenstein verlegt. Die Familie Schantz kaufte am Bahnhof das alte Kurhaus Rietz. Das Kurhaus war 1928 erbaut worden und diente vor allem Frankfurter Gästen als Absteigemöglichkeit. Nachdem die Schuhfabrik dort eingezogen war, wurden in der Folge mehrere Fabrikgebäude angebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren allein in den 50er und 60er Jahren über 170 Menschen bei der Fabrik beschäftigt. Dort wurden nicht nur Schuhe unter dem Markennamen „Keiler“ hergestellt, sondern auch repariert. Ende der 1980er Jahre rechnete sich das alles nicht mehr und die Schuhfabrik hörte auf zu produzieren. Am 24.Februar 1989 löste die Gesellschafterversammlung das Unternehmen auf, Insolvenz war angemeldet.
Ab 2004 wurden die Gebäude von Altwarenhändler Günter Rambotzki genutzt, der seinen Laden „Rambos heiße Hütte“ genannt hatte. 2009 gab es einen Großeinsatz dort. Dem Besitzer war vorgeworfen worden, er habe ein Schnellfeuergewehr samt Munitionskisten im Laden verkauft. Wegen ausbleibender Pachtzahlungen durfte er das Geschäft nicht mehr fortführen, 2020 wurde der Mietvertrag gekündigt. Trotzdem steht in den Gebäuden noch aller Trödel herum.
Die Aufnahmen entstanden am 12.Oktober 2024.



