Betonsteinwerk und Fabrik für Fenster-Fertigbauteile Hellmuth Kahle GmbH & CoKG, Nidda. Gegründet wurde die Firma am 1.Januar 1958 von Hellmuth Kahle, zunächst nur als Betonsteinwerk. Er starb am 24.November 1978. Im Januar 1979 übernahm seine Frau Elli die Geschäftsleitung. Wenige Jahre vorher, 1972, waren die Geschäftsfelder auf die Herstellung von Fenster-Fertigbauteilen erweitert worden.
2011 wurde der Betrieb am Rand des Stadtteils Harb stillgelegt. Inzwischen sind die Ruinen für viele im Ort ein echter Schandfleck. Es gibt diverse Überlegungen, das Gebiet zu entwickeln. Auf dem Areal waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen auch Bauarbeiten im Gange, aber nur in einem kleinen Teil Richtung Wald.
Teilweise nutzt die örtliche Feuerwehr das Areal für Übungszwecke.
Die lokale Zeitung „Kreis-Anzeiger“ schrieb zur Entwicklung des Areals am 2.März 2017:
Das große Kahle-Grundstück in Nidda wird beplant. Zunächst im Visier ist der nordöstliche Teil. Hier sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich ein "Lebensmittelversorger", wie es Bürgermeister Hans-Peter Seum nennt, ansiedeln kann. Investor ist die Ankom Immobilienvertriebs- und Bauträger GmbH aus Bayreuth. Inhaber Christian Brönner bestätigt auf Anfrage Informationen des Kreis-Anzeigers, dass Tegut der "Wunschpartner" sei.
Im Januar 2022 schrieb die „Frankfurter Neue Presse“:
Vielleicht ist es naher Zukunft schon anders, doch momentan sieht das Kahle-Grundstück an der Ecke Alois-Thums-/Königsberger Straße in Nidda-Harb trist aus: Mit Matsch, Unkraut, ein paar parkenden Autos, verfallenden Gebäuden und rostigen Geräten, dazu Motorengeräuschen von der Bundesstraße 457. »Hier kann man von einer Gewerbefläche ›grau in grau‹ sprechen«, sagte Alexander Walz (CDU) am Dienstagabend im Niddaer Parlament. Seit über vier Jahren ist hier eine Entwicklung geplant, mit Lebensmittelmarkt, Handwerksbetrieben und Mehrfamilienhäusern. Lange tat sich nichts öffentlich Erkennbares, doch nun erscheint Licht im Tunnel, zunächst in Sachen Wohnraum.
Das stellte sich heraus, als die städtische CDU-Fraktion einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbrachte. Die Christdemokraten wollten den Magistrat beauftragen, ein Gespräch mit dem Investor zu führen, dies unter Teilnahme der Fraktionsvorsitzenden.
CDU-Mann Walz begründete das Anliegen: »Seit vielen Monaten ist nur Stillstand festzustellen und über den Sachstand wurde nichts berichtet. Zu einer Umsetzung kam es nicht. Und auch zu weiteren Gesprächen mit Eigentümer und Investor gab es seit geraumer Zeit nichts zu berichten«, sagte er. Sofern die Verantwortlichen das bislang angestrebte Mischgebiet mit Einzelgewerbe doch nicht mehr priorisierten, könnte nach Ansicht der CDU ein reines Wohngebiet entstehen. Das reduziere den Flächenfraß an anderer Stelle, zudem passe Einzelhandel ohnehin besser in die City.
Wie Walz meinte, komme - kurz nachdem die CDU den Antrag im Rathaus einreichte - Bewegung in die Sache. »Just heute Morgen kam die Verlautbarung aus dem Rathaus, dass zwischenzeitlich Termine mit dem Eigentümer, dem Investor und dem Ortsbeirat Harb vereinbart wurden«, sagte er. Die CDU fände es wünschenswert, eine gute und zeitnahe Lösung herbeizuführen, »die den unbefriedigenden Zustand abstellt«. Insofern zog Walz den Antrag zurück.
Wie Bürgermeister Hans-Peter Seum (parteilos) schilderte, kam es in der Tat am Montag zu einem Gespräch mit dem Investor, der Ankom Immobilien- und Bauträger-Gesellschaft aus Bayreuth. Aber es sei ein Gespräch von vielen gewesen und habe nichts mit dem CDU-Antrag zu tun. Bislang fokussierte sich der Investor laut Seum in seinen Planungen auf das vordere Einzelhandelsgebiet. Es bestehe aber der Wunsch des Ortsbeirats Harb, sich vorrangig um das Wohngebiet zu kümmern, worauf Seum Kontakt zum Investor aufnahm. »Am Montag war er in Nidda. Er hat eine Vorplanung für eine Wohnbebauung, ansonsten wird er das Gelände so vermarkten, wie es beschlossen wurde.« Gemeint ist die Dreiteilung in Wohnbebauung, Handwerksbetriebe und Lebensmittelversorger. Er rechne mit dem Einreichen der Bauanträge für die Wohnbebauung in der übernächsten Magistratssitzung, vielleicht auch schon in der nächsten.
Wie Seum im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte, gehe der Investor sehr strukturiert vor. So habe er Bauvoranfragen ans Rathaus gestellt, etwa zum Lebensmittelvollversorger mit Drogerie und Fitnessstudio. »Die wurden immer genehmigt, aber es ging nicht weiter und nicht schnell genug«, konstatiert Seum. Der Investor sei immer noch dabei gewesen, die Verkehrsführung an den Ein- und Ausfahrten von Kahle-Gelände und Herkules-Markt zu klären. »Das dauert«, erklärte Seum.
Die Aufnahmen entstanden im September 2025.



